Die Sölker Alltags- und Festtagstracht

Die Idee, eine eigene Sölker Tracht zu kreieren entstammte den Gemeindebäuerinnen Viktoria Brandner (Kleinsölk) und Monika Zefferer (Großsölk). Nach ersten Überlegungen wurde das Projekt in Angriff genommen, und nach anfänglichen Schwierigkeiten erhielten sie doch interessante Vorschläge bzw. Vorgaben seitens des Steirischen Heimatwerkes. Diese wurden ausgefeilt und festgelegt, und konnten im Frühjahr des Jahres 2007 erstmals öffentlich vorgestellt werden. Einige Wochen und viele Stunden an den Nähmaschinen später konnten sich bereits über 200 Personen zu den stolzen Besitzern eines Kleidungsstückes, der original Sölker Tracht entsprechend, zählen.

Unter sehr großem Interesse wurde schließlich am Mittwoch, den 16. Mai 2007 die neu kreierte Sölker Alltags- und Festtagstracht von den Gemeindebäuerinnen der 3 Sölktalgemeinden Viktoria Brandner vlg. Köck, Monika Zefferer vlg. Wachlinger und Veronika Lengdorfer vlg. Rodler in der Veranstaltungshalle in Gröbming präsentiert.

Die Veranstalter ließen sich zur Präsentation einiges einfallen. So wurden einige Stationen im Sölker Jahreslauf wiedergegeben. Zur Winterszeit, der Zeit der Almbewirtschaftung, den Kirtagen, einer Hochzeit usw. wurden jeweils die zum großen Teil von den Auftretenden selbst angefertigten Bekleidungen auf dem Laufsteg zur Schau getragen. Eine unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten konnte aufgezeigt werden, und so gibt es wohl für jedermann bzw. jederfrau passende, gefallende Stoffe für die ganz persönlich gehaltene Sölker Tracht. Die Veranstaltung wurde mit musikalischen Einlagen reichlich gestaltet. Die Begrüßungsmusik übernahmen die „Michaeli-Buam“ aus Kleinsölk. Die Musikkapelle St. Nikolai eröffnete mit ihrem mit Sölker Dindln und Gilets neu eingekleideten Klangkörper den offiziellen Teil des Abends, die Chöre aus Kleinsölk und St. Nikolai im Sölktal leiteten dann zur Präsentation über. Diese wurde von den Köck-Buam, dem K&K Viergesang und einem Instrumental-Quintett aus Kleinsölk musikalisch bzw. gesanglich unterlegt. Im Anschluss sorgte die „Wetterlochblas“ aus Öblarn für blendende Unterhaltung, für das kulinarische Wohlgefühl sorgten die Direktvermarkter aus den Sölktälern.

Der Dank für alle, die am Gelingen des gesamten Projektes Anteil hatten, konnte anlässlich dieser Präsentation ausgedrückt werden. Er richtete sich vor allem an das steirische Heimatwerk, die Gemeinden, die den Ankauf der Stoffe fördern, die Sponsoren, an die aktiven Gemeindebäuerinnen und persönliche Betreuerin Susi Faßwald und die Fa. A. Mandl KG, sowie nicht zuletzt an die vielen Helfer am Abend der Vorstellung wie z.B. für die Modenschau, Friseurinnen, Service und Küche usw.

Das Projekt als Ganzes ist als sehr gut gelungen zu bezeichnen und die Bewohner der Sölktäler dürfen stolz sein ob der Organisationsleistung ihrer aktiven Gemeindebäuerinnen und der gelungenen Kreation der Sölker Tracht.


Beschreibung der Sölker Tracht

Alltagstracht:
Rot/grün karierter Leib aus einem Baumwollstoff, Kittel dazu passend grün geblumt, schwarze oder blaue Schürze, Halsausschnitt und Rückennaht sind in der Farbe vom Kittelstoff paspeliert, diese Paspelierung läuft auf dem Rücken spitz zusammen und bildet mit der Rückenmitte symbolisch die Teilung der Sölktäler (bzw. den Zusammenfluss der Sölktalbäche)

Festtagstracht:
Rot bzw. rot/grün schimmernder Leib aus Seide und schwarzer oder grüner Wollstoffkittel, silberne oder goldene Schürze, der Halsausschnitt und Rückennaht mit Kettelstich verziert, wiederum die Sölktäler symbolisierend.

Die verwendeten Farben finden sich in den Wappen der 3 Sölktalgemeinden wieder.