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Die Gemeinde Kleinsölk war bis zum 31.12.2014 eine selbständige Gemeinde im nordwestlichen Teil des Bundesland Steiermark (politischer Bezirk Liezen) und lag innerhalb der Schladminger Tauern. Sie wies eine Gesamtfläche von 132 km² (12.226 ha) auf und hatte rund 600 Einwohner. Mit Wirkung 1.2.2015 wurde Kleinsölk aufgrund der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform – neben den ehemals selbständigen Gemeinden Sankt Nikolai im Sölktal und Großsölk – zur Gemeinde Sölk zusammengeschlossen.


GPS Daten der Ortschaft Kleinsölk – Breitengrad: 47.3944, Längengrad: 13.9394
Höhe: 989 Meter über dem Meeresspiegel

Wappen der Gemeinde Kleinsölk
Wappen der Gemeinde Kleinsölk
© gemeinfrei

Die Ortschaft Kleinsölk ist eine sogenannte Rotte – eine Wohnsiedlung, die aus Gebäuden in lockerer Anordnung besteht. Im Jahr 1987 erhielt die Gemeinde Kleinsölk von der steirischen Landesregierung das Recht verliehen, ein Gemeindewappen zu führen.

Bei der Wahl des Wappens ging man in die Geschichte zurück. Kleinsölk bildete seit der Zeit als die Herren von Schaumburg Landmarschalle der Steiermark waren (15. Jahrhundert) eine eigene Verwaltungseinheit in Hinblick auf die Gerichtsrechte und galt somit als landesfürstliches Lehen.

Aufgrund dieser Bedeutung griff man für dieses Wappen auf das ältest erhalten gebliebene Siegel eines steirischen Landmarschalls zurück: das Siegel von „Hartmut von Wildon“, der 1277 Grundherr des Sölktales war. Anstelle des schreitenden Panthers, den der Marschall im Wappen führte, trat in Hinblick auf den Wildreichtum in Kleinsölk ein Hirsch. Statt der Seerosenblätter, welche die Wildonier in ihrem Wappen hatten, führt das Wappen von Kleinsölk drei Ahornblätter.

Damit sollte auf den „Naturpark Sölktäler“ hingewiesen werden. Dieses Naturschutz- und Erholungsgebiet (mit einer Fläche von 288 km²) wurde im Jahr 1976 (gemeinsam mit den ehemaligen selbständigen Gemeinden Großsölk und Sankt Nikolai im Sölktal) gegründet. Im Oktober 1982 wurde dem Gebiet das Prädikat „Naturpark“ durch die Steiermärkische Landesregierung verliehen.

Unterlegt ist der Hirsch von einem Marschallstab, der eine Lilie trägt. Diese ist das Zeichen einer Herrlichkeit und das Zeichen der Mutter Gottes.
Die Farben Silber auf Schwarz (das Wappen der Wildonier war Silber auf Grün) waren von der Gemeinde selbst gewählt worden. Kleinsölk war die einzige österreichische Gemeinde, die ein silber-schwarzes Wappen führte.

Wegen der Gemeindezusammenlegung – im Jahr 2015 – verlor das Wappen der ehemaligen Gemeinde  Kleinsölk seine offizielle Gültigkeit (Wirkung 1. Jänner 2015).

 

Die Webseite Kleinsölk.at ist derzeit in Bearbeitung – Stand 20.6.2017